Veranstaltung

Wie Wohnraum vergesell­schaften?

In den letzten Jahren ist der Druck auf Immobilien in grossen deutschen Städten und damit der Mangel an bezahlbarem Wohnraum massiv gestiegen. Das 3. bundesweite Forum für Recht auf Stadt Ende März in Frankfurt dient vor allem der deutschlandweiten Vernetzung von Initiativen, um «die lokalen Kämpfe zu stärken und Strategien zur Wiederaneignung städtischer Räume weiter zu entwickeln».

Weiterlesen „Wie Wohnraum vergesell­schaften?“

Empfehlung

/

Eine Wunderkammer für Träume

«Agglos Traum» nennt sich der siegreiche Beitrag im 2002 entschiedenen Landschaftswettbewerb und setzt den Startschuss zur Entwicklung des Oberhauserriets nördlich der Zürcher Stadtgrenze. Ein künstlicher See lässt Vermarktungsherzen höher schlagen und grosszügiger Erholungsraum schafft Standortattraktivität auf der «teuersten Wiese Europas». Hinter der Stadtkante zur Freizeitnatur entstehen bald erste Wohnhäuser und Menschen sonnenbaden auf Kies unter orangen Schirmen und aufsteigenden Flugzeugen – perfekte Aggloidylle.

Weiterlesen „Eine Wunderkammer für Träume“

Veranstaltung

/

Habitat III in Quito

Vom 17. bis 20. Oktober findet in Quito, Ecuador, die Welturbanisierungskonferenz HabiatIII statt. Inklusiver, sozial gerechter, nachhaltiger, klimafreundlicher: Die Stadt der Zukunft soll mehr sein als Wohnraum. Dazu wird eine neue Urbane Agenda verabschiedet, die allerdings rechtlich nicht bindend ist. Gemeinschaftliche und gemeinnützige Aspekte sind immerhin enthalten:

We will encourage … cooperative solutions such as co-housing, community land trust, and other forms of collective tenure … This will include support to incremental housing and self-build schemes, with special attention to slums and informal settlements upgrading programs. (art.107)

…  while enabling participation and engagement of communities  and relevant stakeholders, in the planning and implementation of these policies including supporting the social production of habitat… (art.31)

Claudia Thiesen hatte auf Einladung von urbamonde Gelegenheit, einen Einblick in die Schweizer und Zürcher Genossenschaftsszene zu geben.

Empfehlung

/

Dichte ohne Dogma

Dass mit der Reurbanisierung unserer Gesellschaft der Mangel an bezahlbarem städtischen Wohnraum eine der zentralen Herausforderungen für Architekt_innen und Gemeinden geworden ist, beeinflusst vor allem die Entwicklung an den Stadträndern. «Wie lassen sich mit wirkungsvoller Verdichtung eine Identität vor Ort bewahren (oder überhaupt erst eine schaffen) und qualitätsvolle Freiräume bilden?» Dieser Frage geht Jürgen Tietz in seinem Artikel im Feuilleton der NZZ nach. Die Kraftwerk1 Siedlung Zwicky Süd ist als unkonventionelle, experimentelle Genossenschaftssiedlung erwähnt.

Veranstaltung

Von kämpfenden Kartoffeln und fliegenden Fischen

2015 stellt Werner Baumgartner nach 33 Jahren seine Pflanzenproduktion im Reckenholz in Zürich-Affoltern ein. Die neu gegründete Gemüsegenossenschaft Meh als Gmües nutzt die Gunst der Stunde und pachtet die städtische Liegenschaft mit dem Ziel, das Hunzikerareal der Genossenschaft mehr als wohnen mit Gemüse zu versorgen.

Weiterlesen „Von kämpfenden Kartoffeln und fliegenden Fischen“

Veranstaltung

/

Exkursion: Urbane Landwirtschaft

Wie kommt das Essen in die Stadt? Wie ernähren wir uns künftig? «Stadtwirtschaft» statt Landwirtschaft? Ein konkretes Projekt für urbane Landwirtschaft ist die Gemüsegenossenschaft «meh als gmües» vor den Toren Zürichs. Die «Plattform Genossenschaften» lädt zu einer Tour durch die Gemüse-Produktion ein. Vor Ort diskutieren Mathias Probst von meh als gmües, Roman Gaus vom Start-Up-Unternehmen UrbanFarmers und Tina Siegenthaler von der Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft Solawi über ihre Konzepte zur Lebensmittelproduktion. Danach gibt es ein urban-landwirtschaftliches Apéro.

Datum: 14. Juli 2016, 18 – 21 Uhr
Ort: Gemüsegenossenschaft meh als gmües, Reckenholzstrasse 150, Zürich

Veranstaltung

/

Make City Berlin: Geld spielt keine Rolle

Von kollektiven Finanzierungsmodellen zum kollektiven Entwerfen: Welche neuen Formen kollektiver Finanzierung gibt es, die in der Immobilienwirtschaft die Sachzwänge der Ökonomie überwinden? Eine Diskussionsrunde zu Formen des Wirtschaftens ohne Profitabsicht und über eine emanzipatorische urbane Praxis, die die Einschränkungen des Prekariats aufzuheben verspricht. Mit Lisa Rochlitzer, Bernhard Hummel, Adam Gebrian und Claudia Thiesen.

Publikation

/

EF IV. Annäherung an eine Industrieruine

Im Rahmen der «Studentischen Arbeitsgruppe Parzelle X» an der Bauhaus Universität Weimar erarbeiten wir im interdisziplinären Team Vorschläge zum Umgang mit dem architektonischen Erbe der Filmfabrik Wolfen. Die Filmherstellung wurde 1994 eingestellt, seit dem hat das Emulsionsgebäude EF IV keine Funktion mehr. Die Gruppe beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit der Fabrik und des Ortes und entwirft Alternativen zum Abriss des Betonkolosses. Ein Plädoyer für eine Auseinandersetzung mit Vergangenem und einem bewussten Umgang mit Geschichte.

Wir veröffentlichen unsere Ideen in einem Buch, das wir vor Ort vorstellen. Die EF IV steht noch weitere 10 Jahre und wird 2009 abgerissen.

Herausgeber_innen: Andreas Sterr, Bianca Thies, Brit Sömmering, Claudia Thiesen, Heike Fahrenkrog-Petersen, Universitätsverlag der Bauhaus-Universität Weimar, 1999, ISBN-13:9783860681084